Pflegeeinsatz auf dem Thüringer Klimaweg
jüngst traf sich eine engagierte Schülergruppe unseres Schullandheim Geraberg, um auf dem Thüringer Klimaweg tatkräftig mit anzupacken. Der Anlass: Viele der Informationstafeln waren veraltet – verschmutzt, moosbewachsen oder überwuchert von Sträuchern und Hecken – und damit nur schwer oder gar nicht mehr lesbar. Gemeinsam säuberten die Schülerinnen und Schüler die Tafeln, schnitten Pflanzen zurück und sorgten dafür, dass wieder alle Inhalte gut erkennbar sind. So konnten sie ermöglichen, dass Wanderer die Informationen wieder klar wahrnehmen — und das aus eigenem Engagement und Einsatz für ihre Heimat.
Was ist der Thüringer Klimaweg?
Der Klimaweg ist ein circa 6,08 km langer Rund-Lehr-Wanderweg in der Region um Geraberg.
Er wurde im Rahmen eines touristischen Förderprogrammes des Freistaates Thüringen angelegt — mit Unterstützung u.a. des Deutscher Wetterdienst sowie vieler Thüringer Betriebe, Institute und Privatpersonen.
Auf dem Weg befinden sich über 20 Anschauungstafeln, die – wissenschaftlich fundiert, aber verständlich erklärt – Wetter und Klima thematisieren: Mikroklima des Geratales, Naturphänomene, allgemeine Klimafakten beschreiben und erleben lassen.
Zwei Großthermometer stehen entlang des Wegs — darunter der beeindruckende Geraberger Thermometerturm, das weltgrößte Flüssigkeitausdehnungsthermometer, das auf dem Gelände des ehemaligen größten Thermometerwerks Europas errichtet wurde.
Wer den Klimaweg bewandert, kann sowohl Natur erleben als auch Klima und Wetter auf anschauliche Weise verstehen – eine ganz besondere Verbindung von Erlebnis und Bildung.
Warum unser Engagement wichtig war
Der Zustand einiger Tafeln verdeckte Inhalte oder verhinderte überhaupt, dass sie gelesen werden konnten. Gerade auf einem Lehrpfad wie dem Klimaweg, der Wissen über Klima, Natur und Umwelt vermitteln möchte, ist Sichtbarkeit essenziell. Mit dem Schüler-Einsatz setzten wir ein Zeichen: Wegwerfmentalität oder Ignoranz bringen uns nicht weiter — echte Veränderung und Bewusstsein entstehen durch Anpacken, durch Engagement in unserer Heimat.
Mit ihrer Hilfe zeigt unsere junge Generation, dass sie Verantwortung übernimmt. Ein Schritt, ein Schnitt an Sträuchern, ein Reinigungslappen — und der Weg wird wieder lesbar, wieder zugänglich, wieder ein Angebot für alle, die Natur, Klima und Bildung schätzen.
Das Deutsche Thermometermuseum Geraberg – Wissensort und Erinnerung
Das Museum dokumentiert die lange Tradition der Temperaturmessung und Thermometerproduktion in Geraberg und Umgebung — von historischen Glasthermometern bis hin zu modernen Messinstrumenten.
Besucher und Besucherinnen erleben nicht nur technische Exponate: Bei Vorführungen kann man zusehen, wie aus einem einfachen Glasrohr ein präzises Messgerät entsteht. So wird Geschichte lebendig – und Umwelt- und Klimawissen greifbar.
Das Museum, das Schullandheim und der Klimaweg sind eng verbunden — der Startpunkt des Klimawegs liegt direkt am Museum bzw. am Gelände des historischen Thermometerwerks, symbolisch und real.
Somit bietet Geraberg mit dem Klimaweg, dem Schullandheim und dem Thermometermuseum eine faszinierende Kombination aus Natur, Klima-Bildung und industrieller Geschichte.
Ein Aufruf für gemeinsames Engagement – Unser Motto: „Anpacken statt meckern
Unser Pflege-Einsatz auf dem Klimaweg zeigt: Es braucht keine großen Reden oder abstrakte Debatten, um etwas zu bewegen — es reicht, wenn Menschen sich zusammentun, anpacken und Verantwortung übernehmen. Gerade für junge Menschen ist das ein starkes Signal: Ihr könnt etwas bewegen, ihr seid die Zukunft.
Der Klimaweg ist ein Ort für Begegnung mit Natur, Klima und Wissenschaft. Das Thermometermuseum verbindet Tradition mit Gegenwart und öffnet Augen für die Bedeutung von Klima, Wetter und Messung.
Unsere Einladung an alle: Besucht den Thüringer Klimaweg. Geht den Weg mit euren Familien, Freunden oder Schulklassen. Lasst die Tafeln auf Euch wirken — und bei Bedarf: helft mit, dass Weg und Wissen lebendig bleiben. Nur gemeinsam — Generation für Generation — gehen wir den Weg in eine nachhaltige, bewusste Zukunft.
„Geratal – einfach stark!"